Folgender Kurzbericht zur SkyRis Aptina 132 M erreichte uns von einem unserer Kunden .... "Namibia ist ja nicht unbedingt das Eldorado, schon gar nicht wenn das Teleskop in einer Kuppel aufgestellt ist ...
 
... aber manchmal lässt sich auch in Namibia dem Tagesseeing ein Schnippchen schlagen.

Am 17. Oktober 2014 rotierte am Ostrand der Sonne eine sehr große Sonnenfleckengruppe (NOAA-AR 2192) auf die der Erde zugewandte Seite der Erde. Sie entwickelte sich im Laufe der nächsten Tage zu einer der größten Aktivitätsgebiete der letzten Jahrzehnte.
Am 24.10. gelangen einige gute Aufnahmen der Gruppe, die zu diesem Zeitpunkt eine Ausdehnungen von ca. 130.000 Kilometer erreichte. Aufnahmeteleskop war ein Zeiss APQ zusammen mit einem Baader Herschelprisma der ersten Generation. Das linke Bild zeigt die Größe des Aktivitätsgebietes in der Übersicht (Zeiss APQ fokal (f=1.200mm), Baader Herschel Prisma und Canon EOS 60 D). Das mittlere Bild zeigt einen Größenvergleich zur Erde (Bilddaten: SkyRis Aptina 132M, Zeiss APQ + Q-Turett Barlowelement, f = ca. 2.150 + Baader IR Passfilter, Stacking 144/1.200 Einzelbildern) und das rechte Bild das Baader Herschel Prisma mit angesetzter Celestron SkyRis Aptina 132M Kamera. Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Zusätzlich befand sich im Reisegepäck auch eine SkyRis Aptina 132 M zwecks Testaufnahmen im Vergleich zur SkyRis 445 M. Das Seeing war sehr stabil, so dass nacheinander Aufnhamen von NOAA AR 2192 mit beiden Videomodulen aufgenommen werden konnten.
 
Die Aptina Kamera überträgt bei gleich großem Chip (1280 x 960 Pixel) die Einzelbilder deutlich schneller auf den PC. Die Downloadgeschwindigkeit lag bei dem Aptina Modul jedoch im Vergleich zu SkyRis bei 60 Bilder pro Sekunde, statt bei 30 Bilder pro Skunde der SkyRis Kamera.

Das Bild links (14:11 UT) zeigt die Aufnahme der SkyRis 445M, das rechts außen das Bild der SkyRis Aptina Kamera (14:44 UT, beide Vorschaubilder lassen sich durch Anklicken vergrößern)

Aufnahmedaten: Zeiss APQ fokal (f = 1.200mm), Belichtungszeit der Einzelbilder = 1/4.000 Sekunde, Baader Herschel Prisma + Baader IR
Passfilter. Stacking jeweils 144 von 1.200 Einzelbildern. Mein Fazit: gleich hohe Bildqualität bei deutlich kürzeren Aufnahmezeiten der Avi-files, ein Unterschied in der Bildschärfe ist nicht sichtbar.
 
Anders sieht es aus, wenn man die Brennweite steigert, länger belichten muss und/oder dass Seeing nicht sonderlich stabil ist.

Links im Bild ein direkter Vergleich bei einer Brennweite von knapp 2.000mm. Hier schafft es das Aptina Modul - bei gleicher Anzahl der Einzelbilder - dank des schnelleren downloads mehr sehr gute Einzelbilder pro Zeiteinheit aufzunehmen und abzuspeichern als das SkyRis 445M Modul.

Bild- und Aufnahmedaten: Zeiss APQ + Q-Turett Barlowlinsenelement (f = ca. 1.800mm) + Baader IR Passfilter. Stacking jeweils 144 von 1.200 Einzelbilder. Bildverarbeitung mit AviStack und Photoshop CS 2.

Fazit: bei helleren Aufnahmeobjekten wie z.B. Sonne/Mond/helle Planeten - die Belichtungszeiten der Einzelbilder müssen dem schnellen downlaod ja angepasst sein, bietet die SkyRis Aptina 132 M Vorteile gegenüber der SkyRis 445 M. Auch der Preis macht das Modul interessant".
© 2014 by W. Paech/Onjala Observatory, Namibia.

Mondbilder aufgenommen mit einer SkyRis Kamera im Primärfokus eines Celestron C 925 EdgeHD

W. Paech - einer unserer Kunden - hat uns schon mehrfach Berichte, Bilder und Testaufnahmen zu den SkyRis Videomodulen geschickt. Die Bilder auf dieser Seite wurden an mehreren Abenden in früher Abenddämmerung im März 2014 aufgenommen, zur Kontrastanhebung kam ein Langpassfilter RG 610 zum Einsatz. Die Bildauflösung der meisten Bilder liegt um die 2 Kilometer. Alle Vorschaubilder lassen sich durch Anklicken vergößern und werden jeweils in einem separaten Browserfenster geöffnet.

Bildaufnahme und Bildverarbeitung

Zur Aufnahmetechnik der folgenden Bilder: Alle Rohavifiles wurden im Y800 Codec (8bit Modus) mit einer SkyRis 445M Kamera im Fokus eines 9¼" EdgeHD Teleskop aufgenommen (ausgenommen die 3 Übersichtsmosaike vom 8./9. und 10. März). Die Rohavifiles bestanden jeweils aus 1.200 Einzelbildern von denen die besten 150 zum Summenbild überlagert wurden. Das Stacking erfolgte mit RegiStax 6.1 (mindestens jeweils ca. 2.000 Referenzpunkte), geschärft wurde mit Waveletfiltern, ebenfalls mit RegiStax. Die Endverarbeitung erfolgte im Photoshop CS 2.


« Die beiden großen Krater Langrenus und Petavius
aufgenommen am 06. März 2014 im Fokus des

C925 EdgeHD SC; Mosaik aus zwei Bildern.Hier klicken
zum Laden einer 100% Version.


Unternehmen Sie mit Herrn Paech einen kleinen virtuellen Spaziergang auf der Mondoberfläche. Viel Spaß dabei, Herr Paech schreibt zu seinen Bildern ...
 
FirstLight der Celestron 925/SkyRis 445M Bilder vom 6. März 2014.

Von links oben nach rechts unten:
Die drei großen Krater Cleomedes, Geminus und Messala nördlich vom Mare Crisium.

Das Mare Crisium.

Das Rheita Tal, Mare Australis und der große Krater Jannsen

Posidonius bei Sonnenaufgang (Mosaik aus zwei Segmenten).
3 laue Frühsommerabende Anfang März 2014

Nachdem die Aufnahmen vom 6. März 2014 schon sehr erfolgreich waren, kündigte sich für die nächsten Tage ein sehr stabiles Hochdruckgebiet an und ich wollte wissen, ob die Bildergebnisse vom 6. März eher zufällig waren. Und so nahm ich an den kommenden - sehr angenehmen kommenden Abenden - weiter Rohavifiles auf - und wurde nicht enttäuscht. Siehe die Auswahl der folgenden Bildbeispiele.

 
Kraterkette bei Abulfeda und Landeplatz Apollo 16 Posidonius, Le Monnier und Landeplatz von Apollo 17 Endymion, Herkules und Atlas

Mond am 8. März 2014, Mondphase 7,5 Tage, Beleuchtung 51,5%

« 6 Teilbilder zum Mosaik zusammen gesetzt. Aufnahmen im Fokus eines 6" Refraktors bei f = 1.100mm. SkyRis 445M + Rotfilter RG 610, jeweils 150/1.200 frames. Hier klicken zum Laden einer 100% Ansicht


Bildausschnitt 1: zeigt am Nordostrand das Mare Humbold, den großen Krater Endymion und darunter Herkules und Atlas. In Endymion sind die drei kleinen Krater am Nordrand sichtbar. Im Krater Atlas wird sehr schön das Rillensystem sichtbar. Er wird als "floor fractured" Krater gezählt. Westlich der beiden Krater liegt Lacus Mortes mit seinem Rillensystem und der Krater Bürg. Die Mondlibration war für die Sichtbarkeit vom Mare Humbold sehr günstig.

Bildauschnitt 2: zeigt im Norden (oben) den großen Krater Posidonius. Auch er zählt zu den "floor fractured" Kratern zugerechnet. Östlich von Posidonius sind die beiden Rillen Bond und Römer sichtbar. Südlich von Posidonius liegt der große Krater Le Monnier, dessen Boden völlig Lava geflutet ist und keinerlei Kleinstkrater zeigt. Südlich von Le Monnier - unten im Bild - leigt das Landegebiet von Apollo 17 am Mons Argaeus.

Bildausschnitt 3: zeigt in Bildmitte den 60 Kilometer großen Krater Abulfeda und südlich - direkt darunter die Kraterkette Catena Abulfeda. Nördlich von Abulfeda liegt die Descartes Region mit dem Landeplatz von Apollo 16. Östlich liegen die drei großen Krater Theophilus, Cyrillus und Chatarina. Westlich (linker Bildrand) werden gerade eben die Konturen des großen Kraters Albategnius sichtbar.


Sie können die Detailbilder auch durch Anklicken der Bildausschnitte im großen Vorschaubild laden.
Sonnenaufgang über dem Alpental

Mond am 9. März 2014, Mondphase 8,5 Tage, Beleuchtung 61,5%

« 6 Teilbilder zum Mosaik zusammen gesetzt. Aufnahmen im Fokus eines 6" Refraktors bei f = 1.100mm. SkyRis 445M + Rotfilter RG 610, jeweils 150/1.200 frames. Hier klicken zum Laden einer 100% Ansicht


Der Abend war etwas frustierend für mich, weil kurz nach der Aufnahme der 6 Segmente des Übersichtsbildes das Seeing so schlecht wurde, dass ich nur noch ein Detail Avifile aufnehmen konnte.

Sie können das Detailbild auch durch Anklicken des Bildausschnittes im großen Vorschaubild laden.


Bildausschnitt 1: auf der Ostseite die beiden großen Krater Aristoteles (oben, Ø knapp 90 km) und Eudoxus (Ø knapp 70 km). Westlich davon liegt das Alpental, welches im Maximum etwa 11 km breit ist. Die Alpenrille ist nur rudimentär im Südwestlichen Bereich sichtbar.

Südlich der Alpenrille liegt der Krater Cassini. Der Kleinstkrater auf dem nördlichen Wall hat nur einen Durchmesser von knapp 1.500m. Weiter westlich beleuchtet die aufgehende Sonne so gerade eben den Kratewall von Plato
Sinus Medii, Triesnecker und Hyginus Eratosthenes, Stadius und Kopernikus Plato bis Archimedes Plato bis Meton Mond am 10. März 2014, Mondphase 9,5 Tage, Beleuchtung 71,5%

« 6 Teilbilder zum Mosaik zusammen gesetzt. Aufnahmen im Fokus eines 6" Refraktors bei f = 1.100mm. SkyRis 445M + Rotfilter RG 610, jeweils 150/1.200 frames. Hier klicken zum Laden einer 100% Ansicht

Der nächste Abend machte dann den Frust vom Vortag wieder wett, denn das gute Frühabendsseing hielt läner an als an normalen Tagen.

Sie können die Detailbilder auch durch Anklicken der Bildausschnitte im großen Vorschaubild laden.


Bildausschnitt 1: ist ein Mosaik aus zwei Segmenten und reicht von Plato bis zum großen Krater Meton im Norden. Rima Plato (östlich von Plato) ist deutlich sichtbar und auch die Alpenrille in in Ansätzen sichtbar.

Bildausschnitt 2: ist ebenfalls ein 2er Mosaik und reicht von Plato im Norden bis Archimedes im Süden. Östlich von Archimedes liegt die Hadley Rille mit dem Landeplatz von Apollo 15. Die Hadleyrille ist ein eingestürzter Lavakanal und maximal 2,5km breit.


Bildausschnitt 3: zeigt in Bildmitte den relativ jungen Krater Eratosthenes. Westlich davon liegt der "versunkene" Krater Stadius. Die ganze Region zwischen Erathostenes und Kopernikus ist mit kleinen Sekundärkrater, die durch den Kopernikus Impakt entstanden sind.

Bildusschnitt 4: zeigt einer meiner Lieblingregionen auf der Mondoberfläche; Sinus Medii mit den beiden - sich überlagernden - Kratern Pallas (links) und Murchinson. Östlich davon liegt der Krater Trienecker mit seinem Rillensystem (max. 2km breit). Nordöstlich liegt der kleine Krater Hyginus, östlich und westlich von Hyginus das Rillensystem. Hyginus ist übrigens einer der wenigen Krater der als vulkanische Einbruchscaldera gedeutet wird.

Nachfolgend bieten wir Ihnen die deutsche Übersetzungen von Powerpoint Vorträgen zur modernen astronomischen Fotografie mit Videokameras, die auf einer Celestron Imagaging Konferenz im Sommer in den USA gehalten wurden. Sowohl Thierry Legault als auch Christopher Go gelten weltweit als anerkannte Spezialisten in der Mond- und Planetenfotografie.
 
Thierry Legault: Zur Fotografie des Mondes und der Internationalen Raumstation (ISS)

Diese Website ist die Umsetzung eines Powerpoint Vortrages, gehalten von Thierry Legault auf einem Celestron Seminar zur Zukunft der modernen astronomischen Fotografie, gehalten am 19./20. Juni 2013 in Redondo Beach in Californien
Christopher Go: Moderne Planetenfotografie


Diese Website ist die Umsetzung eines Powerpoint Vortrages, gehalten von Christopher Go auf einem Celestron Seminar zur Zukunft der modernen astronomischen Fotografie, gehalten am 19./20. Juni 2013 in Redondo Beach in Californien

Kleine SkyRis Bildergalerie, anklicken der Vorschaubilder lädt größere Versionen der Abbildungen
 

Email an die Firma Baader

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